Jugendkonzept

Der TSV Rintheim ist ein Mehrspartenverein, der besonderen Wert auf Kinderbetreuung und Jugendförderung legt. Wir haben eine Jugendabteilung, die abteilungsübergreifende Aktionen und Feste ausrichtet, um allen „jungen“ Mitgliedern des Vereins ein Forum sowie Treffpunkte zu ermöglichen.
Verbunden ist dies mit einem Gesamtkonzept, das wir „Bewegung und Gemeinschaft – Sport und soziales Miteinander beim TSV Rintheim“ genannt haben und das natürlich für die Integration der Kinder, vor allem aber auch für die Einbeziehung der Eltern steht.
Dieses Gesamtvereinskonzept dient:
- der gleichen Orientierung aller im Verein,
- dem verzahnten Einsatz von Ressourcen und Kräften,
- als Maßstab für das konkrete Handeln aller.
Sport gibt den Kindern und den Jugendlichen ein höheres Selbstwertgefühl. Mit dem gegenseitigen Respekt und der dazugehörigen Disziplin wollen wir dazu beitragen „unsere Welt“ lebenswerter zu machen. Unser Ansatz ist es, Kinder in Bewegung zu bringen, mit ihnen eine Gemeinschaft zu schaffen und ihnen Erfolgserlebnisse zukommen zu lassen.
Wir treten ein für:
- Sport und Fairplay,
- einen respektvollen Umgang,
- ein soziales Engagement.
„Nicht das Ich, sondern das WIR hat für uns Vorrang“ – ein Leitsatz, der in der heutigen Zeit der Egozentrik und der Ellenbogengesellschaft besondere Wichtigkeit erlangt.
Sport und Vereine haben das Potential, diese Kluft zu überwinden. Jede*r TSV´ler*in soll aktiver Teil einer Gemeinschaft sein können – und das unabhängig von seinem persönlichen Hintergrund und seiner Herkunft.
Es zeigte sich nämlich in unserer eigenen Wahrnehmung, aber auch der Analyse von Experten, dass Vereine mehr denn je als ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Gemeinschaft von Nöten sind, um den durch diverse gesellschaftliche Strukturänderungen bedingten Problemen (Vereinsamung bis zu Isolationstendenzen, Fremdheit im eigenen Wohnumfeld, etc.) entgegenzuwirken. Diese Schwierigkeiten sind in unserem Stadtteil Rintheim, der über einen alten (mittelständischen) Ortskern, aber eben auch jede Menge Hochhäuser aus dem sozialen Wohnungsbau definitiv vorhanden. Es resultieren daraus extreme Unterschiede und viele der leider üblichen Problemfelder (hoher Anteil an Mitbürger*innen mit Migrationshintergrund, Spannungen, wenige nachbarschaftliche Verbindungen), denen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten entgegenwirken möchten.
Der TSV Rintheim fördert schwächere Familien beispielsweise bereits seit Jahren durch Bewegungsgutscheine, die kostenlose Teilnahme an unseren Angeboten ermöglichen.
WIR bewegen was – WIR bewegen Rintheim!
Dies möchten wir leisten und setzen daher seit einigen Jahren verstärkt und sehr konsequent auf Veranstaltungen und Angebote (beispielsweise Faschingsfeiern, Weihnachtsfeiern, Familiennachmittage, Eltern-Kind-Grillfest, Übernachtungscamp, Wochenendausflüge), die sowohl die Kinder als auch die Eltern einbeziehen. Es sollen Möglichkeiten zum Kontakte-Knüpfen, Kennenlernen und Reden geboten werden.
Soweit sich der Erfolg solcher Ansätze belegen lässt, sind wir davon überzeugt – dies unterstreichen sehr positive Rückmeldungen, deutlich gestiegenes Interesse (Teilnehmer*innen- und Helfer*innenzahlen) an Vereinsaktivitäten -, dass sich der Weg lohnt.
Im Kontext dieser Aktionen betonen wir aber auch stark den Anspruch, ein Sportverein zu sein: Wir bieten gemeinsame Ausflüge zu Kinderläufen (Bambinimarathon, Hardtwaldlauf, Badische Meile), Sportfesten (Kindergauturnfest, Spielaktionen anderer Vereine) sowie eigene Wettbewerbe an.
Auch die Feriencamps Tennis (in den ersten beiden Sommerferienwochen) und Handball (in der letzten Sommerferienwoche) sowie das Turncamp sind seit über 15 Jahren Angebote, die rege angenommen und sehr geschätzt werden – als Bereicherung für die Kinder und auch als Entlastung der (meist berufstätigen) Eltern.
Diese Angebote sind keine Strohfeuer, die „mal gemacht werden“, sondern seit 2008 feste Bestandteile des Vereinskalenders. Besonders diese Kontinuität und Verlässlichkeit soll eine gewisse Nachhaltigkeit unserer Maßnahmen bewirken und etablierte Strukturen schaffen.
Wir haben daher Leitsätze definiert, an denen wir uns ausrichten:
- Sport als mehrperspektivisches Bildungsmedium mit einer bedeutenden Rolle im Entwicklungsprozess
- Kein Kind darf verloren gehen!
- Sichern von Chancengerechtigkeit und Teilhabe
- Vermittlung von Teamfähigkeit und Sozialkompetenz
Dies gewährleistet unserer Ansicht nach:
- Interkulturelle Öffnung
- Proaktives Handeln durch potenzielle Brückenpersonen
- Mitgliederentwicklung im Kontext des wachsenden Migrant*innenanteils
Das Konzept unserer Nachwuchsförderung basiert ferner auf BSB- und Schule-Verein-Kooperationen mit zwei Schulen und einem Kindergarten sowie einer regen Werbung um Nachwuchs im Stadtteil durch sehr günstige Schnupperangebote. Ziel und Intension ist hierbei die verstärkte Integration benachteiligter Schüler*innen im schulischen Kontext durch die Vernetzung mit außerschulischen Partnern wie dem TSV Rintheim.
So soll es einerseits zu einer vielfältigen Bewegungserfahrung – zu der beispielsweise die Ausrichtung des Grundschulaktionstag Handball, aber auch Schul-Mini-Turniere gehören – in und durch unsere angebotenen Sportarten kommen, andererseits streben wir aber durch Spielformen und Aktionen danach, eine Gemeinschaft zu entwickeln.
Die Anzahl unserer Gruppen für Kinder ab 18 Monate (Eltern-Kind-Turnen) bis in den Jugendbereich konnten wir durch kompetente Übungsleiter*innen sukzessive ausbauen, so dass wir im Bereich unter 18 Jahren mittlerweile fast 400 Mitglieder aufweisen dürfen – dies ist in einem Verein mit gut 900 Mitgliedern ein Grundstein, auf den wir hoffentlich für die Weiterführung unserer Konzeption bauen können.
Sport macht Spaß beim TSV Rintheim!
Ein entscheidender Gelingensfaktor war und ist, dass das Vereinskonzept seine spezifischen Weiterführungen in den Abteilungen gefunden hat. So ist beispielsweise im Handball vor einigen Jahren unter dem Namen „Handball ist Kopfsache“ eine Idee entstanden, die die Prämissen aufgreift und auf die Jugendarbeit anpasst. Das besonderes Element dieser Arbeit zeigt sich in altersklassenübergreifenden Aktionen. So trainiert quasi die ganze Handballjugend des TSV Rintheim bei der Campwoche vereint, auch die mehrtägige Saisonabschlussfahrt und das Weihnachtsevent wird unter diesem Gesichtspunkt organisiert. Dadurch entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, welches bis ins Erwachsenenalter anhält. Zudem gelingt es, aus den Teilnehmer*innen neue Betreuer*innen und Trainer*innen für die vielen Aufgaben zu gewinnen und so dieses Projekt durch das ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Laufen zu halten – im Prinzip ist das unser Generationenvertrag.
„Turnen bewegt Kinder!“ – nicht ohne Grund hat das Turnen unserem Verein – dem TURN- und Sportverein Rintheim – seinen Namen gegeben. Ist doch diese Sportart eine der ältesten im Sportartenkanon des Vereins. Allerdings hat der heutige moderne Turnsport nicht mehr viel gemein mit den früheren Inhalten. Im Vordergrund steht heute der Spaß an der Bewegung und die Freude am Sport.
In unseren verschiedenen Turngruppen finden schon die kleinsten TSVler*innen (ab etwa 18 Monaten) ihr Vergnügen. Angefangen beim Eltern-Kind-Turnen geht es weiter über das Kleinkinderturnen bis hin zum Mädchen- und Gerätturnen. In allen Übungsstunden wird die Koordination, die Motorik und das Sozialverhalten spielerisch gefördert. Die Botschaft „Mitmachen“ und der Gemeinschaftsaspekt stehen im Vordergrund. Die Kinder können soziale Erfahrungen untereinander sowie gegenüber dritten Personen machen. Sie gestalten, leben und erleben Kinder gemeinsam – ein wichtiger Schritt zur Erlangung von Sozialkompetenz.
Wir möchten durch unser Engagement zeigen:
Sport beim TSV Rintheim ist mehr als nur Bewegung!
Unsere Initiative, vor allem das Konzept „Bewegung und Gemeinschaft – Sport und soziales Miteinander beim TSV Rintheim“ geht unseres Erachtens (dies belegen direkt die sehr positiven Rückmeldungen sowie indirekt den durch Mundpropaganda resultierenden Teilnehmerzuwachs) voll auf. Unser Sportverein zeichnet sich durch viele verschiedene, kompetent und liebevoll betreute Angebote aus, integriert aber eben auch gemeinschaftliche und damit integrative Aspekte.
Gerade diese Verzahnung von Bewegungsmöglichkeiten und Wir-Gefühl bedeutet für uns den wesentlichen Unterschied. Die Einbindung vieler Jugendlicher und junger Erwachsenen in die Arbeit und das Konzept erweist sich ebenfalls als wertvoll und zukunftsorientiert: Die Jugendvertretung hat durch ihre*n Jugendleiter*in sogar Sitz und Stimme im Hauptausschuss und kann ihre Belange, Wünsche und Ideen somit konkret kommunizieren.
Aufgrund dieser positiven Dynamik und der Attraktivität, die der TSV Rintheim durch das Kinder- und Jugendkonzept erlangen konnte, sowie der konsequenten, abteilungsübergreifenden Arbeit des Jugendvorstandes ist ein kontinuierlicher, sehr erfreulicher Zuwachs in der Altersklasse bis 18 Jahren zu konstatieren. Wir werten dies auch als Erfolgsindikator, auf den wir stolz sind und der uns als Ansporn dient für unser Engagement:
Bewegung und Gemeinschaft –
Sport und soziales Miteinander beim TSV Rintheim
